Drehtag: Was er ist und wie du das Material ordnest
Ein Drehtag ist ein Tag, an dem für ein oder mehrere Videos gefilmt wird. Für Creator und Agenturen ist er auch eine natürliche Einheit für die Ablage, weil alles Material eines Tages zusammengehört. Sortiert wird danach am besten zuerst nach Drehtag und dann nach Inhalt.
Ein Drehtag ist ein Produktionstag, an dem Videomaterial entsteht. Für Filmteams ist er eine Planungs- und Abrechnungseinheit, für Creator, Personal Brands und Agenturen oft der Tag, an dem Content für mehrere Wochen auf einmal gedreht wird. Für die Ablage ist der Drehtag eine natürliche Einheit, weil alles, was an diesem Tag entsteht, zusammengehört.
Einen Drehtag planen
Ein guter Drehtag beginnt mit einer Shot-Liste. Sie hält fest, welche Einstellungen pro Skript nötig sind, also welche A-Roll und welche B-Roll. Typische Punkte für die Planung:
- Skripte fertig: Jedes Video hat einen Sprechtext und eine ID.
- Reihenfolge nach Ort: Erst alles an einem Ort drehen, dann umbauen.
- Outfits und Hintergründe: Wer mehrere Reels für verschiedene Wochen dreht, wechselt Outfit oder Hintergrund, damit es nicht nach einem Tag aussieht.
- B-Roll einplanen: Zeit für Details, Hände, Umgebung einrechnen. B-Roll wird oft vergessen, wenn der Talking Head länger dauert.
- Speicher und Akkus: Genug Karten, damit nichts gelöscht werden muss, bevor es gesichert ist.
Nach dem Drehtag: Material sichern
Der kritischste Moment ist der Abend nach dem Drehtag. Bevor du irgendetwas sortierst:
- Alle Karten und Handys vollständig kopieren, ohne Dateien umzubenennen.
- Eine zweite Kopie anlegen, etwa in Google Drive.
- Erst dann Karten formatieren.
Handy-Clips von Helfern, die per Messenger kommen, sind oft neu komprimiert und haben dabei teils ihre Metadaten verloren. Besser ist ein gemeinsamer Upload-Ordner in Drive für alle Beteiligten.
Material nach Drehtag ablegen
Für die Originale bewährt sich eine einfache Ordnung:
| Ebene | Beispiel |
|---|---|
| Projekt oder Kunde | Kunde Bäckerei Schmidt |
| Drehtag mit Datum | 2026-10-12 Drehtag Filiale |
| Gerät oder Quelle | Kamera A, Handy Lisa, Ton |
Das Datum vorne im Format Jahr, Monat, Tag sorgt dafür, dass die Ordner auch bei alphabetischer Sortierung in der richtigen Reihenfolge stehen. Mehr Vorlagen findest du im Ratgeber Google Drive Ordnerstruktur.
Was ein Ordner nach Drehtag nicht leistet: Er sagt nicht, was drauf ist. Drei Monate später sucht der Cutter „Brot aus dem Ofen“ und weiß nicht, an welchem Drehtag das war. Darum braucht es zusätzlich eine Ordnung nach Inhalt, am besten über Google Drive Verknüpfungen, damit die Originale im Drehtag-Ordner bleiben.
Drehtage aus dem Aufnahmedatum erkennen
Nicht jedes Material landet sauber im richtigen Ordner. Handy-Uploads aus mehreren Wochen, ein Kunde, der einen großen Ordner schickt, oder ein Archiv ohne Struktur sind Alltag. Hier hilft das Aufnahmedatum, das Kameras und Handys in die Datei schreiben, bei Fotos in den EXIF-Daten. Damit lassen sich Dateien nachträglich nach Tag gruppieren. Wie das bei Fotos in Drive geht, steht im Ratgeber Fotos in Google Drive nach Datum sortieren.
Wie Sortiert Drehtage und Inhalt zusammenbringt
Sortiert verbindet sich mit deinem Google Drive. Gemini von Google erkennt, was auf jedem Foto und Video zu sehen ist, und schlägt eine Kategorie vor. Mit Sortiert Pro gruppiert Sortiert dein Material zusätzlich nach Aufnahmetag zu Drehtagen, auch wenn die Dateien in verschiedenen Ordnern liegen. Alles erscheint als Verknüpfung im Ordner „Sortiert“, die Originale bleiben, wo sie sind. Ist die Uhr einer Kamera falsch gestellt, landen deren Dateien am falschen Tag, das kann Sortiert nicht erraten. Sortiert ausprobieren.
Fazit
Ein Drehtag ist Planungseinheit und Ablageeinheit zugleich. Wer ihn mit einer Shot-Liste plant, das Material sofort sichert und nach Drehtag ablegt, hat eine solide Basis. Die Ordnung nach Inhalt kommt danach obendrauf, so wie es Personal Brands und Agenturen mit vielen Drehtagen brauchen.
Häufige Fragen
Was ist ein Drehtag?
Ein Drehtag ist ein Produktionstag, an dem Videomaterial aufgenommen wird. Bei Creatorn und Personal Brands entstehen an einem Drehtag oft viele Reels oder mehrere Videos auf einmal. Der Begriff wird auch als Abrechnungseinheit für Kamerateams verwendet.
Wie viele Videos schafft man an einem Drehtag?
Das hängt stark vom Format ab. Kurze Talking-Head-Reels mit vorbereiteten Skripten lassen sich in großer Zahl aufnehmen, aufwendige Szenen mit mehreren Orten deutlich weniger. Eine verlässliche Zahl gibt es nicht, eine Shot-Liste hilft aber, realistisch zu planen.
Wie lege ich das Material eines Drehtags ab?
Lege für jeden Drehtag einen Ordner mit Datum und Projekt an, etwa „2026-10-12 Kunde X“. Darin kommen Unterordner je Kamera oder Gerät, die Originale werden nicht umbenannt. Die Ordnung nach Inhalt läuft danach über Kategorien mit Verknüpfungen.
Kann ich Fotos und Videos automatisch nach Drehtagen sortieren?
Ja, wenn die Dateien ein korrektes Aufnahmedatum haben. Sortiert Pro gruppiert Fotos und Videos in Google Drive nach ihrem Aufnahmetag zu Drehtagen. Stimmt die Uhr der Kamera nicht, stimmt auch die Gruppierung nicht.