Google Drive Verknüpfung erstellen: so geht es auf jedem Gerät
Im Browser klickst du mit der rechten Maustaste auf Datei oder Ordner, wählst „Organisieren“ und dann „Verknüpfung hinzufügen“ und suchst den Zielordner aus. Auf Android und iPhone geht es über das Dreipunktemenü und „Verknüpfung zu Drive hinzufügen“. Die Verknüpfung zeigt immer auf das Original, sie ist keine Kopie.
Eine Google Drive Verknüpfung erstellen dauert zehn Sekunden: Rechtsklick auf die Datei oder den Ordner, „Organisieren“, „Verknüpfung hinzufügen“, Zielordner wählen, fertig. Die Verknüpfung ist ein Verweis auf das Original. Die Datei existiert weiter nur einmal, liegt aber zusätzlich an jeder Stelle, an der du sie brauchst. Für Creator, Cutter und Agenturen ist das der sauberste Weg, Material in mehreren Projekten zu nutzen, ohne Kopien zu stapeln.
Unten findest du die Schritte für Browser, Android, iPhone und Desktop, den Unterschied zur Kopie und was beim Teilen passiert. Das Teilen ist der Punkt, an dem die meisten Missverständnisse entstehen.
Was eine Google Drive Verknüpfung ist
Eine Google Drive Verknüpfung (englisch Shortcut) ist eine kleine Datei, die auf eine andere Datei oder einen anderen Ordner zeigt. Klickst du sie an, öffnet sich das Original. Du siehst also immer die aktuelle Version: Ändert jemand das Original, siehst du die Änderung auch über die Verknüpfung.
Warum gibt es das überhaupt? Seit dem 30. September 2020 kann eine Datei in Google Drive nur noch in genau einem Ordner liegen. Früher ließ sich eine Datei mehreren Ordnern gleichzeitig zuordnen. Google hat das abgeschafft und Verknüpfungen als Ersatz eingeführt. Wenn du heute eine Datei an zwei Stellen brauchst, bleibt das Original an einem Ort, und an allen anderen Orten liegt eine Verknüpfung.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Du hast vom Drehtag einen Ordner mit B-Roll, etwa Aufnahmen vom Büro des Kunden. Dieselben Clips brauchst du für drei Reels und ein YouTube-Video. Statt die Dateien viermal zu kopieren, legst du in jedem Projektordner eine Verknüpfung auf den B-Roll-Ordner an. Wie du so ein Archiv dauerhaft aufbaust, steht im Ratgeber B-Roll organisieren.
Google Drive Verknüpfung erstellen im Browser
So geht es auf drive.google.com am Computer:
- Öffne Google Drive im Browser.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf die Datei oder den Ordner.
- Wähle „Organisieren“ und dann „Verknüpfung hinzufügen“. In manchen Versionen steht im Menü direkt „Verknüpfung zu Drive hinzufügen“.
- Wähle den Ordner, in dem die Verknüpfung liegen soll.
- Klicke auf „Verknüpfung hinzufügen“.
Die Verknüpfung erscheint danach im Zielordner. Am kleinen Pfeil am Symbol erkennst du, dass es eine Verknüpfung ist.
Schneller mit der Tastatur
Google beschreibt einen zweiten Weg: Markiere die Datei, kopiere sie mit Strg + C, wechsle in den Zielordner und füge sie mit Strg + Umschalt + V ein. Dann entsteht keine Kopie, sondern eine Verknüpfung. Laut Google funktioniert diese Tastenkombination nur in Google Chrome.
Wenn du eine Datei nicht verschieben darfst
Ein Detail, das viele überrascht: Versuchst du, eine Datei zu verschieben, für die du keine Berechtigung zum Verschieben hast, legt Google Drive im Zielordner automatisch eine Verknüpfung an. Das passiert oft bei Dateien, die dir ein Kunde freigegeben hat. Du hast dann zwar Ordnung in deinem Drive, das Original liegt aber weiter beim Kunden.
Google Drive Verknüpfung erstellen auf Android und iPhone
Android
- Öffne die Google Drive App.
- Tippe neben der Datei oder dem Ordner auf das Dreipunktemenü.
- Tippe auf „Verknüpfung zu Google Drive hinzufügen“.
- Wähle den Zielort.
- Tippe auf „Verknüpfung hinzufügen“.
iPhone und iPad
- Öffne die Google Drive App.
- Tippe bei der Datei oder dem Ordner auf „Mehr“ (das Dreipunktemenü).
- Scrolle nach unten und tippe auf „Verknüpfung zu Drive hinzufügen“.
- Wähle den Zielort und tippe auf „Hinzufügen“.
Siehst du dabei den Hinweis, dass du nur Leserechte hast, darfst du in dem gewählten Ordner nichts ablegen. Wähle dann einen eigenen Ordner, zum Beispiel in „Meine Ablage“.
Praktisch ist das unterwegs: Der Kunde schickt am Drehtag einen Link zu seinem Ordner mit Handy-Uploads. Du legst direkt auf dem Handy eine Verknüpfung in deinen Projektordner, und abends am Rechner ist alles am richtigen Platz.
Google Drive Verknüpfung auf dem Desktop erstellen
Mit „Desktop“ meinen Leute zwei verschiedene Dinge. Beides geht.
Google Drive als Symbol auf dem Schreibtisch
Wenn du einfach schneller in Google Drive im Browser landen willst:
- Öffne drive.google.com in Google Chrome.
- Öffne das Dreipunktemenü oben rechts.
- Wähle „Streamen, speichern und teilen“ und dann „Verknüpfung erstellen“. In älteren Chrome-Versionen liegt der Eintrag unter „Weitere Tools“.
- Gib einen Namen ein. Auf Wunsch setzt du den Haken, dass die Seite in einem eigenen Fenster öffnet.
Die Menünamen ändern sich mit den Chrome-Versionen. Wenn du den Eintrag nicht findest, suche im Menü nach „Verknüpfung“.
Drive-Ordner auf dem Rechner
Mit der App Google Drive für den Desktop erscheint dein Drive unter Windows als eigenes Laufwerk im Explorer, oft mit dem Buchstaben G:, und am Mac im Finder. Von dort kannst du wie gewohnt eine Verknüpfung anlegen: unter Windows per Rechtsklick und „Verknüpfung erstellen“, am Mac als Alias. Das ist eine Verknüpfung des Betriebssystems, keine Google Drive Verknüpfung. Sie funktioniert nur auf diesem einen Rechner.
Google Drive für den Desktop kann Dateien streamen oder spiegeln. Beim Streamen lädt der Rechner Dateien erst, wenn du sie öffnest. Was du ohne Internet brauchst, markierst du per Rechtsklick als offline verfügbar. Für große Videoordner ist das wichtig, damit die Festplatte nicht vollläuft.
Verknüpfung oder Kopie: der Unterschied
| Verknüpfung | Kopie | |
|---|---|---|
| Was entsteht | Ein Verweis auf das Original | Eine neue, eigenständige Datei |
| Änderungen am Original | Sofort sichtbar | Nicht sichtbar, die Kopie bleibt alt |
| Speicher | Die Datei existiert weiter nur einmal | Die Datei existiert zweimal |
| Ordner | Lassen sich verknüpfen | Lassen sich im Browser nicht kopieren, nur Dateien |
| Berechtigungen | Hängen am Original | Die Kopie hat eigene Berechtigungen |
| Wer darf löschen | Die Verknüpfung ihr Ersteller, das Original nur sein Eigentümer | Die Kopie gehört dir |
Faustregel: Verknüpfung, wenn alle mit demselben Stand arbeiten sollen. Kopie, wenn du bewusst eine eigene Version brauchst, etwa eine Vorlage, die du für einen neuen Kunden anpasst.
Für Videomaterial ist die Verknüpfung fast immer richtig. Ein Talking Head mit mehreren Gigabyte als Kopie in drei Projektordnern frisst Speicher und sorgt für Verwirrung, welche Datei die richtige ist. Genau daraus entstehen später die Dubletten, die man mühsam suchen muss, siehe doppelte Fotos in Google Drive finden.
Was beim Teilen einer Verknüpfung passiert
Das ist der wichtigste Abschnitt. Google trennt zwei Dinge:
- Sehen: Wer Zugriff auf den Ordner hat, in dem die Verknüpfung liegt, sieht die Verknüpfung.
- Öffnen: Ob jemand das Original öffnen kann, hängt nur von den Berechtigungen des Originals ab.
Eine Verknüpfung zu erstellen ändert nichts an den Berechtigungen des Originals. Wer keinen Zugriff hat, kann ihn über die Verknüpfung anfragen. Der Eigentümer des Originals bekommt dann eine E-Mail und entscheidet.
Ein typischer Fall in Agenturen: Du baust für den Cutter einen Übergabeordner und legst dort Verknüpfungen auf die Originale vom Kunden ab. Du teilst den Übergabeordner mit dem Cutter. Er sieht alle Dateien, kann aber keine öffnen, weil die Originale beim Kunden liegen und nicht mit ihm geteilt sind. Die Lösung ist, die Originalordner ebenfalls freizugeben, mindestens mit Leserecht. Wie eine saubere Übergabe aussieht, steht im Ratgeber Videomaterial an den Cutter übergeben.
Umgekehrt gilt: Teilst du einen Ordner, erben alle Dateien und Unterordner darin dessen Berechtigungen. Verknüpfungen geben aber nur sich selbst frei, nicht das Ziel. Das schützt dich davor, aus Versehen Material freizugeben, das woanders liegt.
Verknüpfung löschen, ohne das Original zu verlieren
Im Browser klickst du mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung und wählst „Entfernen“. Auf Android tippst du auf „Mehr“ und „Entfernen“. Das Original bleibt dabei unverändert. Die Verknüpfung liegt danach im Papierkorb, bis du sie dort endgültig löschst.
Ein paar Regeln von Google, die man kennen sollte:
- Die Verknüpfung kann ihr Ersteller jederzeit löschen, das Original nur dessen Eigentümer.
- Hast du eine Verknüpfung in einem Ordner angelegt, der jemand anderem gehört, kannst du sie dort nicht selbst löschen.
- Eine Verknüpfung auf eine andere Verknüpfung geht nicht. Kopieren lässt sich eine Verknüpfung aber.
- Je Datei oder Ordner sind bis zu 500 Verknüpfungen möglich, über alle Nutzer zusammen höchstens 5.000.
Wird das Original gelöscht, hat die Verknüpfung kein Ziel mehr. Räum also zuerst die Verknüpfungen auf und erst dann die Originale, nicht umgekehrt.
Verknüpfungen im Alltag von Creatorn und Agenturen
Ein paar Muster, die sich bewähren:
Ein Archiv, viele Projekte. Das Rohmaterial jedes Drehs liegt einmal in einem festen Archivordner. Projektordner enthalten nur Verknüpfungen. So bleibt die Google Drive Ordnerstruktur schlank, und niemand fragt, welcher von drei gleichnamigen Ordnern der richtige ist.
Kundenordner einbinden. Viele Kunden teilen ihre Ordner nur, statt sie zu übertragen. Diese Ordner tauchen unter „Für mich freigegeben“ auf und gehen dort unter. Eine Verknüpfung in deiner Kundenstruktur holt sie an den Platz, an dem du sie suchst. Mehr dazu für Teams unter Sortiert für Agenturen.
Eine Datei, mehrere Themen. Ein Clip kann gleichzeitig „Produkt“, „Büro“ und „Team“ sein. Mit Verknüpfungen liegt er in allen drei Themenordnern, ohne dass du dich für einen entscheiden musst. Das ist die Grundlage einer guten Content-Bibliothek.
Material für den Cutter. Für jede Folge ein Ordner mit Verknüpfungen auf genau die Clips, die geschnitten werden. Der Cutter muss nicht durch das ganze Archiv. Wie Cutter selbst damit arbeiten, steht unter Sortiert für Cutter.
Bei ein paar Dateien machst du das von Hand. Bei hunderten Clips nach einem Drehtag wird es zur Fleißarbeit, denn jede Verknüpfung braucht einen Rechtsklick und eine Ordnerwahl.
Wie Sortiert mit Verknüpfungen arbeitet
Sortiert baut genau dieses Prinzip automatisch. Die Web-App verbindet sich mit deinem Google Drive. Du wählst Ordner aus, Unterordner werden mitgenommen. Gemini von Google erkennt, was auf jedem Foto und Video zu sehen ist (bei Videos über das Vorschaubild, das Google Drive erstellt), schreibt eine kurze Beschreibung und Stichworte und schlägt eine Kategorie vor.
Beim Sortieren legt Sortiert in deinem Drive einen Ordner „Sortiert“ an, darin je Kategorie einen Unterordner mit Verknüpfungen auf die Originale. Die Originale werden nicht verschoben, kopiert oder verändert, es entsteht kein zusätzlicher Speicherbedarf. Eine Datei kann in mehreren Kategorien liegen, umsortieren geht mit einem Klick. Beim nächsten Lauf kommt nur Neues dazu. Wie das Prinzip bei Fotos aussieht, erklärt der Ratgeber Fotos automatisch sortieren mit KI.
Ehrlich gesagt gelten dabei dieselben Regeln wie oben: Wer die Sortiert-Ordner sehen soll, braucht auch Zugriff auf die Originale. Mit Sortiert Pro teilst du einen Ordner samt Originalen mit einem Klick mit dem Team, mit Leserecht. Sortiert funktioniert nur mit Google Drive, nicht mit Dropbox, iCloud oder der Festplatte. Sortiert ausprobieren
Fazit
Eine Google Drive Verknüpfung erstellen geht im Browser über Rechtsklick, „Organisieren“ und „Verknüpfung hinzufügen“, auf dem Handy über das Dreipunktemenü. Die Verknüpfung ist ein Verweis, keine Kopie: Sie spart Speicher und hält alle auf demselben Stand. Beim Teilen gilt immer, dass der Empfänger auch Zugriff auf das Original braucht. Wie du dein ganzes Drive damit aufräumst, steht im Ratgeber Google Drive sortieren.
Häufige Fragen
Wie kann ich eine Google Drive Verknüpfung erstellen?
Öffne drive.google.com, klicke mit der rechten Maustaste auf die Datei oder den Ordner und wähle „Organisieren“ und dann „Verknüpfung hinzufügen“. Je nach Version heißt der Eintrag auch direkt „Verknüpfung zu Drive hinzufügen“. Dann wählst du den Zielordner und bestätigst mit „Verknüpfung hinzufügen“.
Was ist der Unterschied zwischen Verknüpfung und Kopie in Google Drive?
Eine Kopie ist eine eigene, neue Datei, die sich danach unabhängig vom Original verändert. Eine Verknüpfung ist nur ein Verweis auf das Original und zeigt immer dessen aktuellen Stand. Ordner kannst du im Browser nicht kopieren, aber verknüpfen.
Kann jemand meine Datei öffnen, wenn ich einen Ordner mit einer Verknüpfung teile?
Nur wenn diese Person auch Zugriff auf das Original hat. Wer Zugriff auf den Ordner hat, sieht die Verknüpfung, aber das Öffnen hängt von den Berechtigungen der Originaldatei ab. Fehlt der Zugriff, kann die Person ihn über die Verknüpfung anfragen, und der Eigentümer bekommt eine E-Mail.
Wird das Original gelöscht, wenn ich eine Verknüpfung entferne?
Nein. Wenn du eine Verknüpfung über „Entfernen“ löschst, bleibt das Original unverändert. Die Verknüpfung landet im Papierkorb und ist erst nach dem endgültigen Löschen ganz weg. Das Original kann ohnehin nur sein Eigentümer löschen.
Wie erstelle ich eine Google Drive Verknüpfung auf dem Desktop?
Für die Webseite öffnest du drive.google.com in Chrome und wählst im Dreipunktemenü unter „Streamen, speichern und teilen“ den Eintrag „Verknüpfung erstellen“. Ältere Chrome-Versionen haben den Eintrag unter „Weitere Tools“. Mit Google Drive für den Desktop kannst du unter Windows auch eine normale Windows-Verknüpfung auf das Drive-Laufwerk anlegen.
Warum funktioniert meine Google Drive Verknüpfung nicht?
Meist fehlt der Zugriff auf das Original, oder das Original wurde gelöscht. Prüfe, ob du die Originaldatei öffnen kannst, und frage sonst über die Verknüpfung Zugriff an. Eine Verknüpfung auf eine andere Verknüpfung lässt Google Drive gar nicht zu.