Google Drive Ordnerstruktur: Vorlage für Content Creator und Agenturen
Eine gute Google Drive Ordnerstruktur für Creator und Agenturen hat wenige nummerierte Hauptordner, höchstens drei bis vier Ebenen und einen Eingang für alles Neue. Rohmaterial liegt nach Drehtag mit Datum im Namen, Projekte verweisen per Verknüpfung darauf, statt Dateien zu kopieren. Unten findest du eine fertige Vorlage zum Kopieren, für Creator und für Agenturen mit mehreren Kunden.
Eine gute Google Drive Ordnerstruktur für Content Creator und Agenturen folgt wenigen Regeln: nummerierte Hauptordner, höchstens drei bis vier Ebenen, ein Eingang für alles Neue, Rohmaterial nach Drehtag und Verknüpfungen statt Kopien. Damit weiß jeder im Team, wohin eine Datei gehört und wo er sie findet. Weiter unten steht eine fertige Vorlage zum Kopieren, einmal für Creator und einmal für Agenturen mit mehreren Kunden, dazu die Antworten auf die Fragen, wie du eine Ordnerstruktur in Google Drive kopierst und anzeigst.
Sechs Regeln für eine Google Drive Ordnerstruktur, die hält
1. Wenige Hauptordner mit Nummern. Google Drive sortiert Ordner nach Name, eine eigene Reihenfolge per Ziehen gibt es nicht. Mit 00_, 01_, 02_ vorne bestimmst du, was oben steht. Die führende Null hält die Reihenfolge auch ab zehn Ordnern richtig.
2. Höchstens drei bis vier Ebenen. Jede Ebene ist ein Klick mehr und eine Entscheidung mehr. Ein Pfad wie Kunde > 2026 > November > Drehtag > Kamera A > B-Roll > Produkt wird nach zwei Wochen von niemandem mehr eingehalten.
3. Ein Eingang für alles Neue. Handy-Uploads, Ordner vom Kunden, Material vom Kameramann: alles landet zuerst in 00_Eingang. Von dort wird einsortiert, am besten zu einer festen Zeit pro Woche.
4. Rohmaterial nach Drehtag. Ein Ordner pro Drehtag, Datum vorne. Dieser Ordner ist die einzige Stelle, an der die Originaldateien liegen. Wie du Fotos und Videos dafür nach Aufnahmetag trennst, steht im Ratgeber Google Drive Fotos nach Datum sortieren.
5. Verknüpfungen statt Kopien. Eine Datei liegt in Google Drive immer in genau einem Ordner. Soll sie in einem Projekt und in der Bibliothek erscheinen, nimmst du eine Verknüpfung. Kopien verdoppeln den Speicher und führen zu der Frage, welche Version die richtige ist. Wie du Verknüpfungen anlegst, steht im Ratgeber Google Drive Verknüpfung erstellen.
6. Fertiges wandert ins Archiv. Abgeschlossene Projekte kommen nach 99_Archiv. So bleibt der Arbeitsbereich klein, ohne dass etwas gelöscht wird.
Namensschema für Ordner und Dateien
| Was | Schema | Beispiel |
|---|---|---|
| Hauptordner | Nummer_Name | 01_Rohmaterial |
| Drehtag | Datum_Ort-oder-Thema | 2026-11-04_Studio_Talking-Head |
| Projekt | Jahr-Monat_Kanal_Thema | 2026-11_YT_Morgenroutine |
| Kunde | KUNDE_Name | KUNDE_Mueller-Baeckerei |
| Export | Projekt_Format_Version | 2026-11_YT_Morgenroutine_16x9_v2 |
Schreib Datumsangaben immer als Jahr, Monat, Tag. Nur dann sortiert Google Drive nach Name auch chronologisch. Verzichte auf Umlaute und Leerzeichen, damit Namen beim Herunterladen, in Schnittprogrammen und in Links nicht zerfallen.
Vorlage: Google Drive Ordnerstruktur für Content Creator
Diese Struktur passt für Creator, YouTuber und Personal Brands, die regelmäßig drehen und Material wiederverwenden. Kopiere sie und passe die Namen an.
Content
00_Eingang
Handy-Uploads
Von-Kameramann
01_Rohmaterial
2026-11-04_Studio_Talking-Head
A-Roll
B-Roll
Audio
2026-11-06_Draussen_B-Roll
02_Bibliothek
B-Roll
Fotos
Brand_Logos-Schriften-Farben
Musik-und-Sounds
03_Projekte
2026-11_YT_Morgenroutine
Skript
Schnitt
Export
2026-11_Reels_Woche-45
04_Veroeffentlicht
99_Archiv
Was wohin gehört:
- 00_Eingang: alles Unsortierte, wird regelmäßig geleert.
- 01_Rohmaterial: die Originaldateien, nach Drehtag. Wird nach dem Einsortieren nicht mehr umgebaut. Mehr zum Begriff im Glossar unter Rohmaterial.
- 02_Bibliothek: wiederverwendbares Material, gefüllt mit Verknüpfungen auf das Rohmaterial, plus Brand-Dateien. Das ist deine Content-Bibliothek.
- 03_Projekte: ein Ordner je Video oder je Serie, mit Skript, Schnittdateien und Export.
- 04_Veroeffentlicht: finale Exporte, die online sind, als Nachschlagewerk.
- 99_Archiv: abgeschlossene Projekte.
Wie du die Bibliothek für Zusatzaufnahmen nach Motiven unterteilst, steht ausführlich im Ratgeber B-Roll organisieren.
Vorlage: Google Drive Ordnerstruktur für Agenturen
Agenturen brauchen eine Ebene mehr: den Kunden. Wichtig ist, dass jeder Kundenordner exakt gleich aufgebaut ist. Dann findet sich jeder Cutter bei jedem Kunden sofort zurecht.
Agentur
00_Vorlagen
KUNDE_Vorlage
01_Intern
KUNDE_Mueller-Baeckerei
00_Von-Kunde
01_Rohmaterial
2026-11-04_Filiale_Dreh
02_Brand
03_Projekte
2026-11_Ads_Adventsaktion
04_Freigabe
05_Final
99_Archiv
KUNDE_Studio-Nord
00_Von-Kunde
01_Rohmaterial
02_Brand
03_Projekte
04_Freigabe
05_Final
99_Archiv
Die Unterschiede zur Creator-Vorlage:
- 00_Von-Kunde ist der Eingang. Schickt der Kunde einen Ordner mit 600 Dateien, landet er hier und wird erst danach in Rohmaterial und Brand verteilt.
- 04_Freigabe enthält, was der Kunde prüfen soll. Diesen Ordner teilst du mit dem Kunden, nicht den ganzen Kundenordner.
- 05_Final enthält freigegebene Versionen zur Auslieferung.
Wenn ihr in einem Team mit Google Workspace arbeitet, sind geteilte Ablagen eine Überlegung wert, sofern euer Tarif sie enthält: Dateien gehören dort dem Team und nicht einer einzelnen Person. Wie Agenturen mit Kundenmaterial arbeiten, zeigt die Seite für Agenturen.
Google Drive Ordnerstruktur kopieren
Eine häufige Frage: Wie übernehme ich die Vorlage für den nächsten Kunden? Die Antwort ist unbequem. Google Drive kann in der Weboberfläche Dateien kopieren, aber keine Ordner. Es gibt drei Wege:
- Von Hand nachbauen. Bei sechs bis acht Ordnern ist das in zwei Minuten erledigt. Klicke dafür links auf Neu und dann auf Ordner.
- Mit Google Drive für den Desktop. Die App bindet deinen Drive als Ordner auf dem Rechner ein. Dort kannst du Ordner wie gewohnt im Explorer oder Finder anlegen und kopieren, Drive synchronisiert sie.
- Per Terminal. Wenn du Google Drive für den Desktop nutzt, wechselst du im Terminal von Mac oder Linux in deinen Drive-Ordner und legst die ganze Struktur mit einem Befehl an:
mkdir -p KUNDE_Neu/{00_Von-Kunde,01_Rohmaterial,02_Brand,03_Projekte,04_Freigabe,05_Final,99_Archiv}
Für Creator sieht derselbe Befehl so aus:
mkdir -p Content/{00_Eingang/Handy-Uploads,01_Rohmaterial,02_Bibliothek/B-Roll,02_Bibliothek/Fotos,03_Projekte,04_Veroeffentlicht,99_Archiv}
Nach der Synchronisierung erscheinen die Ordner in der Weboberfläche. Die Dateien in einer Vorlage kopierst du weiterhin einzeln mit Kopie erstellen.
Google Drive Ordnerstruktur anzeigen
In der linken Leiste der Weboberfläche kannst du Meine Ablage aufklappen. Dann siehst du die Ordner als Baum und klappst Unterordner einzeln auf. Eine Ansicht, die alle Ebenen auf einmal zeigt, bietet Drive nicht. Bei einer flachen Struktur mit drei bis vier Ebenen ist das auch nicht nötig.
Zwei Hilfen für den Überblick:
- Ordner oben. Klicke ganz rechts über der Dateiliste auf Sortieren und wähle bei den Ordnern Oben, dann stehen Ordner vor den Dateien.
- Ordnerfarben. Mit Rechtsklick und Organisieren gibst du einem Ordner eine Farbe. Die Farbe siehst nur du, für Absprachen im Team taugt sie also nicht.
Alle weiteren Sortieroptionen erklärt der Hauptratgeber Google Drive sortieren.
Typische Fehler in einer Google Drive Ordnerstruktur
Die meisten Strukturen scheitern nicht am Entwurf, sondern an kleinen Gewohnheiten. Diese fünf Fehler tauchen besonders oft auf:
- Ordner nach Personen. Ordner wie „Lisa“ oder „Material Tom“ funktionieren, bis Lisa geht. Ordne nach Inhalt und Projekt, nicht nach dem, der etwas hochgeladen hat. Wer was hochgeladen hat, zeigt die Suche mit
owner:. - „Neu“, „Final“, „Final2“. Solche Namen sagen nach einer Woche nichts mehr. Ein Datum oder eine Versionsnummer im Namen ist eindeutig.
- Kopien für jedes Projekt. Wer B-Roll für jedes Video in den Projektordner kopiert, hat nach einem Jahr dieselben Clips zehnmal im Drive. Verknüpfungen lösen das, und wie du vorhandene Kopien aufspürst, steht im Ratgeber doppelte Fotos in Google Drive finden.
- Ein ewiger Eingang. Wird der Eingang nie geleert, ist er nach einem Monat der größte Ordner und die Struktur dahinter leer.
- Zu viele Ebenen auf Vorrat. Ordner für jede denkbare Kamera, jeden Monat und jedes Format, die dann leer bleiben, machen die Ablage unübersichtlich. Lege Unterordner erst an, wenn es Material dafür gibt.
Bestehenden Drive auf die neue Struktur umstellen
Du musst nicht alles auf einmal umbauen. Lege die neuen Hauptordner an und verschiebe ab heute alles Neue nur noch dorthin. Die alten Ordner kommen gesammelt in einen Ordner 99_Archiv/Alt_bis_2026-11. Wenn du Material daraus brauchst, verschiebst du es beim ersten Gebrauch an den richtigen Platz. So wächst die neue Struktur mit der Arbeit, und was nie wieder gebraucht wird, bleibt einfach im Archiv.
Beachte beim Verschieben geteilter Dateien, dass Freigaben am Ordner hängen können. Wer bisher über einen alten Ordner Zugriff hatte, sieht verschobene Dateien möglicherweise nicht mehr. Prüfe das vor allem bei Material, an dem Kunden oder Cutter gerade arbeiten.
Übergabe an den Cutter
Die Struktur zeigt ihren Wert, wenn jemand anderes damit arbeitet. Ein Cutter braucht Zugriff auf die Originale im Rohmaterial, nicht nur auf Verknüpfungen. Eine Verknüpfung allein gibt keine Rechte auf die Datei, auf die sie zeigt. Teile deshalb den Drehtag-Ordner oder das Projekt mit den Originalen. Wie du das ohne Chaos regelst, steht im Ratgeber Videomaterial an den Cutter übergeben.
So löst Sortiert das Problem
Eine Ordnerstruktur sagt, wo eine Datei liegt. Sie sagt nicht, was darauf zu sehen ist. Genau da setzt Sortiert an: Die Web-App verbindet sich mit deinem Google Drive, du wählst etwa 01_Rohmaterial, und Gemini von Google erkennt, was auf jedem Foto und Video zu sehen ist, bei Videos über das Vorschaubild von Google Drive. Jede Datei bekommt eine kurze Beschreibung, Stichworte und einen Vorschlag für eine Kategorie.
Sortiert legt dafür einen eigenen Ordner „Sortiert“ an, mit einem Unterordner je Kategorie voller Verknüpfungen auf die Originale. Das passt genau zu der Regel „Verknüpfungen statt Kopien“: Deine Struktur bleibt unberührt, nichts wird verschoben, kopiert oder verändert, und es entsteht kein zusätzlicher Speicherbedarf. Beim nächsten Lauf kommt nur Neues dazu.
Mit Sortiert Pro teilst du Ordner samt Originalen per Klick mit Leserecht mit deinem Team, sodass der Cutter auch die Dateien öffnen kann, auf die die Verknüpfungen zeigen. Pro gruppiert außerdem nach Drehtagen und Ort und findet doppelte Dateien. Sortiert kostet 10 € im Monat, Pro 20 € im Monat, inklusive Mehrwertsteuer und monatlich kündbar, dazu dein eigener Gemini-Schlüssel mit rund 70 Cent je 1.000 Dateien. Sortiert ausprobieren
Fazit
Eine Google Drive Ordnerstruktur für Creator und Agenturen funktioniert, wenn sie flach, nummeriert und für jeden Kunden gleich ist, mit einem Eingang und dem Rohmaterial nach Drehtag. Verknüpfungen ersetzen Kopien, und die Vorlage oben kannst du von Hand, mit Google Drive für den Desktop oder per Terminalbefehl in wenigen Minuten anlegen.
Häufige Fragen
Wie sollte eine Google Drive Ordnerstruktur für Content Creator aussehen?
Wenige Hauptordner mit Nummern: Eingang, Rohmaterial nach Drehtag, Bibliothek für wiederverwendbares Material, Projekte, Veröffentlicht und Archiv. Nicht tiefer als drei bis vier Ebenen. Material wird nur einmal abgelegt und an anderen Stellen über Verknüpfungen eingebunden.
Kann man in Google Drive eine Ordnerstruktur kopieren?
In der Weboberfläche nicht direkt, Google Drive kann Dateien kopieren, aber keine Ordner. Für eine leere Vorlage legst du die Ordner einmal an und baust sie für neue Kunden nach. Schneller geht es mit Google Drive für den Desktop, wo dein Drive als normaler Ordner auf dem Rechner erscheint und du die Struktur dort anlegen kannst.
Wie kann ich die Ordnerstruktur in Google Drive anzeigen?
In der linken Leiste der Weboberfläche lässt sich Meine Ablage aufklappen, dann siehst du die Ordner als Baum und klappst Unterordner einzeln auf. Eine Gesamtansicht aller Ebenen auf einmal bietet Drive nicht. Mit Google Drive für den Desktop siehst du die Struktur zusätzlich im Explorer oder im Finder.
Wie viele Ebenen sollte eine Ordnerstruktur in Google Drive haben?
Drei bis vier Ebenen reichen für fast alle Teams. Jede weitere Ebene bedeutet einen Klick mehr und eine Entscheidung mehr, wohin eine Datei gehört. Was tiefer gegliedert werden müsste, löst du besser über Namen, Verknüpfungen oder eine Suche nach Stichworten.
Wie benenne ich Ordner in Google Drive richtig?
Mit einer zweistelligen Nummer vorne für die Reihenfolge, etwa 01_Rohmaterial, und mit Datum im Format Jahr, Monat, Tag bei allem, was zeitlich ist, etwa 2026-11-04_Drehtag_Studio. Ohne Umlaute und Leerzeichen, mit Unterstrich oder Bindestrich. So sortiert Google Drive nach Name automatisch in der gewünschten Reihenfolge.
Sollten Agenturen für jeden Kunden einen eigenen Ordner anlegen?
Ja, pro Kunde ein Hauptordner mit immer derselben Unterstruktur. Dann findet sich jeder Cutter bei jedem Kunden sofort zurecht, und Freigaben lassen sich pro Kunde sauber vergeben. Material, das der Kunde schickt, landet in einem eigenen Eingangsordner, bevor es einsortiert wird.