Google Drive Fotos nach Datum sortieren: Aufnahmedatum statt Upload-Datum

Kurz gesagt

Google Drive sortiert Fotos nur nach Änderungsdatum, nicht nach Aufnahmedatum, und das Änderungsdatum ist bei hochgeladenen Bildern oft der Tag des Uploads. Das echte Aufnahmedatum steht in den EXIF-Daten. Nach Aufnahmetag ordnest du Fotos, indem du das Datum in Datei- oder Ordnernamen bringst, vor dem Upload lokal sortierst oder ein Werkzeug nutzt, das die EXIF-Daten liest.

Aktualisiert am 04. November 2026 · English version

Google Drive Fotos nach Datum sortieren funktioniert nur halb: Drive sortiert nach dem Änderungsdatum, nicht nach dem Tag, an dem das Foto aufgenommen wurde. Bei Bildern vom Handy oder von der Kamera ist das Änderungsdatum oft der Upload, und dann stehen die Aufnahmen von drei Drehtagen bunt gemischt nebeneinander. Das echte Aufnahmedatum steckt in den EXIF-Daten der Datei. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Daten Drive kennt, warum die Sortierung danebenliegt und mit welchen fünf Wegen du Fotos trotzdem nach Aufnahmetag ordnest.

Drei Daten, die du kennen musst

Ein Foto in Google Drive hat mehrere Zeitangaben, und nur eine davon ist die, die du meistens meinst.

Datum Was es bedeutet In Drive sortierbar?
Aufnahmedatum Wann das Foto gemacht wurde, aus den EXIF-Daten Nein
Erstelldatum Wann die Datei in Drive entstanden ist, bei Uploads meist der Upload Nein, nur per Suchbefehl filterbar
Änderungsdatum Letzte Änderung der Datei durch irgendwen Ja

Google Drive kennt das Aufnahmedatum sogar. In der Programmierschnittstelle von Drive, über die Apps auf deine Dateien zugreifen, steht es bei jedem Bild als eigenes Feld aus den EXIF-Daten, sofern die Kamera es gespeichert hat. Nur die Weboberfläche bietet keine Sortierung danach an. Deshalb musst du entweder das Datum sichtbar machen oder ein Werkzeug nutzen, das diese Information abruft.

Google Drive Fotos nach Datum sortieren: warum die Reihenfolge nicht stimmt

Drei Alltagssituationen, in denen die Datumssortierung in Drive scheitert:

Handy-Uploads gesammelt hochgeladen. Du hast zwei Wochen lang Stories, Produktfotos und B-Roll gedreht und lädst am Freitag alles auf einmal hoch. In Drive liegen alle Dateien am selben Tag.

Kunde schickt einen Ordner. Der Kunde lädt 400 Fotos aus seinem Archiv in einen freigegebenen Ordner. Sein Änderungsdatum hat mit den Aufnahmetagen nichts zu tun, manchmal ist es der Tag, an dem er die Bilder exportiert hat.

Bilder über Messenger. Fotos, die per Messenger verschickt und dann gespeichert wurden, haben oft keine vollständigen Aufnahmedaten mehr. Für solche Bilder gibt es schlicht kein Aufnahmedatum, das man auslesen könnte.

Dazu kommen die Dateinamen. iPhones nennen Fotos IMG_4821.HEIC, und die Zahl sagt nichts über das Datum. Manche Android-Handys schreiben das Datum dagegen in den Namen, dazu gleich mehr.

Weg 1: Nach Name sortieren, wenn das Datum im Dateinamen steht

Prüfe zuerst deine Dateinamen. Viele Android-Handys und manche Kameras benennen Fotos mit Datum und Uhrzeit, etwa in der Form Jahr, Monat, Tag, Uhrzeit. Dann ist die Lösung einfach: In Drive nach Name sortieren, und die Reihenfolge ist chronologisch.

Das funktioniert, solange niemand die Dateien umbenennt und alle Aufnahmen vom selben Gerätetyp stammen. Mischst du iPhone-Fotos mit IMG_-Namen und Kameradateien, bricht die Ordnung wieder.

Weg 2: Ein Ordner pro Aufnahmetag

Der robusteste Weg, um Google Drive Fotos nach Datum zu sortieren, ist ein Ordner pro Drehtag oder Aufnahmetag. Das Datum gehört an den Anfang des Ordnernamens, im Format Jahr, Monat, Tag:

01_Rohmaterial
  2026-10-28_Studio_Talking-Head
  2026-10-30_Cafe_B-Roll
  2026-11-04_Produktfotos

Nach Name sortiert stehen die Ordner automatisch in der richtigen Reihenfolge. Dahinter kannst du Ort oder Inhalt schreiben, damit man den Ordner auch ohne Öffnen versteht. Wie die übrigen Ordner rund um das Rohmaterial aussehen können, zeigt die Vorlage im Ratgeber zur Google Drive Ordnerstruktur.

Der Haken: Jemand muss die Fotos einmal den Tagen zuordnen. Bei einem einzelnen Drehtag geht das von Hand schnell. Bei einem Ordner mit 2.000 gemischten Handy-Uploads nicht.

Weg 3: Vor dem Upload lokal sortieren

Liegen die Fotos noch auf deinem Rechner, ist das der beste Moment. Der Windows-Explorer kann in der Detailansicht die Spalte Aufnahmedatum anzeigen: Rechtsklick auf eine Spaltenüberschrift, dann Weitere, dann Aufnahmedatum anhaken. Danach sortierst du mit einem Klick auf die Spalte nach dem echten Aufnahmetag.

So gehst du vor:

  1. Fotos von Handy oder Speicherkarte auf den Rechner kopieren.
  2. Im Explorer nach Aufnahmedatum sortieren.
  3. Pro Tag einen Ordner mit Datum vorne anlegen und die Fotos hineinziehen.
  4. Erst dann die Ordner in Google Drive hochladen.

Bei Bildern ohne EXIF-Daten bleibt die Spalte leer. Diese Dateien sammelst du am besten in einem eigenen Ordner „ohne Datum“, statt sie zu raten.

Weg 4: Google Fotos als Zeitleiste nutzen

Google Fotos zeigt Bilder in einer Zeitleiste nach Aufnahmedatum. Wenn du nur sehen willst, was wann entstanden ist, kann das helfen. Zwei Dinge musst du wissen:

  • Google Drive und Google Fotos synchronisieren seit dem 10. Juli 2019 nicht mehr automatisch. Was in Drive liegt, erscheint nicht von selbst in Google Fotos.
  • Du kannst auf photos.google.com Fotos aus Google Drive importieren. Dabei entsteht eine neue Kopie in Google Fotos, die zusätzlich Speicher belegt. Änderungen an einer Kopie wirken sich nicht auf die andere aus.

Für Creator, die mit Ordnern in Drive arbeiten und Material mit Cuttern teilen, ist Google Fotos deshalb eher eine Ansicht als eine Ablage. Die Ordnung in Drive selbst ändert sich dadurch nicht.

Weg 5: Mit Suchbefehlen nach Zeitraum filtern

Sortieren kannst du in Drive nicht nach Erstelldatum, filtern schon. In der Suchleiste grenzen diese Befehle Bilder nach Zeitraum ein, das Datum schreibst du als JJJJ-MM-TT:

Ziel Suchbefehl
Bilder, die seit dem 1. November in Drive entstanden sind type:image createdafter:2026-11-01
Videos vor dem 1. Juni type:video createdbefore:2026-06-01
Bilder, die im Oktober geändert wurden type:image after:2026-09-30 before:2026-11-01

Das hilft, wenn du Fotos am Tag der Aufnahme hochgeladen hast, etwa direkt nach dem Dreh vom Handy aus. Bei nachträglichen Uploads findest du damit den Upload-Tag, nicht den Aufnahmetag.

Google Drive Fotos nach Datum sortieren: Ablauf nach einem Drehtag

Die Wege oben lassen sich zu einer Routine verbinden, die nach jedem Dreh gleich abläuft. So sieht sie für einen Creator aus, der mit Kamera und Handy dreht:

  1. Am Abend des Drehtags kopieren. Speicherkarte und Handy-Aufnahmen kommen auf den Rechner, noch bevor etwas in Google Drive landet.
  2. Ordner mit Datum anlegen. Für den Tag entsteht ein Ordner wie 2026-11-04_Studio, darin die Unterordner A-Roll, B-Roll und Audio.
  3. Fremde Tage abtrennen. Liegen auf dem Handy auch Aufnahmen von anderen Tagen, sortierst du sie im Explorer nach Aufnahmedatum und schiebst sie in eigene Ordner.
  4. Hochladen. Erst jetzt lädst du die fertigen Ordner in 01_Rohmaterial in Google Drive hoch.
  5. Kontrolle mit der Suche. Mit type:video createdafter:2026-11-04 siehst du, ob alle Clips des Tages angekommen sind, bevor du die Karte formatierst.

Dauert ein Upload länger als der Drehtag, etwa bei Hochzeiten oder mehrtägigen Produktionen, hilft dieselbe Routine pro Tag. Jeder Tag bekommt seinen eigenen Ordner, auch wenn alles zusammen hochgeladen wird.

Wenn der Kunde schon alles hochgeladen hat

Häufig kommt die Routine zu spät: Der Kunde hat 400 Fotos aus mehreren Monaten in einen freigegebenen Ordner geladen, und du sollst daraus einen Jahresrückblick bauen. Dann bleiben drei Möglichkeiten. Du lädst die Fotos herunter, sortierst sie lokal nach Aufnahmedatum und lädst sie in Tagesordnern wieder hoch. Oder du prüfst, ob die Dateinamen ein Datum enthalten, und sortierst nach Name. Oder du nutzt ein Werkzeug, das das Aufnahmedatum über die Schnittstelle von Drive ausliest und die Fotos ohne Download nach Tagen gruppiert. Der erste Weg kostet Zeit und Speicherplatz auf dem Rechner, der dritte nicht.

Videos nach Datum sortieren

Bei Videos ist die Lage ähnlich: Das Aufnahmedatum steht in den Metadaten der Datei, Drive sortiert nach Änderungsdatum. Für Videomaterial lohnt sich der Ordner pro Drehtag noch mehr, weil Clips von Kamera, Handy und Audio-Rekorder zusammengehören. Mehr dazu findest du im Ratgeber zum Thema Videos sortieren und im Glossarbeitrag zu Metadaten.

Datum und Ort kombinieren

Viele Fotos speichern neben dem Datum auch den Ort aus den GPS-Daten des Handys. Für Hochzeitsfilmer oder Reise-Creator ist die Kombination oft am nützlichsten: Samstag in der Kirche, Samstag auf der Feier, Sonntag beim Shooting. Wie du Aufnahmen nach Ort trennst, steht im Ratgeber Fotos nach Ort sortieren. Wie Hochzeitsfilmer mit großen Mengen Material umgehen, zeigt die Seite für Hochzeitsfilmer.

So löst Sortiert das Problem

Sortiert verbindet sich mit deinem Google Drive. Mit Sortiert Pro gruppiert die App deine Fotos und Videos nach Aufnahmetag, also in Drehtage, ohne dass du Ordner von Hand anlegst. Dazu kommen Suche und Ordner nach Ort aus den GPS-Daten. Die Gruppierung legt Sortiert als Ordner mit Verknüpfungen an: Deine Originale bleiben, wo sie sind, werden nicht verschoben, kopiert oder verändert, und es entsteht kein zusätzlicher Speicherbedarf.

Unabhängig vom Datum erkennt Gemini, was auf jedem Bild zu sehen ist, und schlägt eine Kategorie vor. So kannst du in einem Drehtag sofort Talking Head von B-Roll trennen. Sortiert kostet 10 € im Monat, Sortiert Pro mit Drehtagen 20 € im Monat, inklusive Mehrwertsteuer und monatlich kündbar. Für die Bilderkennung brauchst du einen eigenen Gemini-Schlüssel, Google rechnet rund 70 Cent je 1.000 Dateien direkt mit dir ab. Sortiert funktioniert nur mit Google Drive, nicht mit Dropbox, iCloud oder einer Festplatte. Sortiert ausprobieren

Wie Sortiert insgesamt in einen Drive passt, steht im Hauptratgeber Google Drive sortieren. Wie die Bilderkennung arbeitet, erklärt der Ratgeber Fotos automatisch sortieren mit KI.

Fazit

Google Drive Fotos nach Datum sortieren klappt nur über Umwege, weil Drive nach Änderungsdatum sortiert und das Aufnahmedatum in der Oberfläche nicht nutzt. Am zuverlässigsten ist ein Ordner pro Aufnahmetag mit Datum vorne im Namen, angelegt vor dem Upload oder von einem Werkzeug, das die EXIF-Daten liest. Bilder ohne Aufnahmedatum gehören in einen eigenen Ordner, statt sie zu schätzen.

Häufige Fragen

Kann man in Google Drive Fotos nach Aufnahmedatum sortieren?

Nein, die Weboberfläche von Google Drive bietet keine Sortierung nach Aufnahmedatum. Sie sortiert nach Name, nach Änderungsdatum oder danach, wann du eine Datei zuletzt geöffnet hast. Google Drive speichert das Aufnahmedatum zwar intern aus den EXIF-Daten, zeigt dafür aber keine Sortieroption an.

Warum zeigt Google Drive bei meinen Fotos das falsche Datum?

Drive zeigt das Änderungsdatum der Datei, nicht den Tag der Aufnahme. Je nachdem, wie ein Foto hochgeladen, kopiert oder per Messenger verschickt wurde, ist das der Tag des Uploads oder einer späteren Bearbeitung. Das Aufnahmedatum steckt in den EXIF-Daten, und die fehlen bei manchen Bildern ganz.

Wie kann ich Google Drive Fotos nach Datum sortieren, ohne jede Datei umzubenennen?

Lege für jeden Aufnahmetag einen Ordner mit Datum vorne an, etwa 2026-11-04_Drehtag, und schiebe die Fotos dorthin. Nach Name sortiert stehen die Ordner dann chronologisch. Werkzeuge, die die EXIF-Daten lesen, können diese Gruppierung nach Aufnahmetag automatisch erledigen.

Was ist der Unterschied zwischen Änderungsdatum und Erstelldatum in Google Drive?

Das Änderungsdatum ist die letzte Änderung durch irgendwen, danach sortiert Drive. Das Erstelldatum ist der Zeitpunkt, an dem die Datei in Drive entstanden ist, bei Uploads in der Regel der Upload. Mit den Suchbefehlen createdafter: und createdbefore: kannst du nach dem Erstelldatum filtern, sortieren kannst du danach nicht.

Kann ich Fotos aus Google Drive in Google Fotos nach Datum sehen?

Ja, du kannst auf photos.google.com Fotos aus Google Drive importieren, dort erscheinen sie nach Aufnahmedatum in der Zeitleiste. Dabei entsteht aber eine eigene Kopie in Google Fotos, die zusätzlich Speicher belegt. Seit Juli 2019 synchronisieren Drive und Google Fotos nicht mehr automatisch.

Wie finde ich in Google Drive alle Fotos von einem bestimmten Tag?

Wenn du sie an diesem Tag hochgeladen hast, hilft die Suche mit type:image createdafter:2026-11-03 createdbefore:2026-11-05. Wurden die Fotos später hochgeladen, findest du sie so nicht, weil Drive das Aufnahmedatum dafür nicht nutzt. Dann brauchst du das Datum im Ordnernamen oder ein Werkzeug, das nach Aufnahmetag gruppiert.

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